Vorteile freiwilliger Selbstkontrolle

"Ich vertraue der privaten Initiative und glaube, dass sie die stärkste Kraft ist, um aus den jeweiligen Gegebenheiten den höchsten Effekt herauszuholen", dieser bekannte Satz Ludwig Erhards gilt für viele Bereiche und Themen der sozialen Marktwirtschaft. Wie berechtigt Ehrhards Vertrauen in die private Initiative ist, zeigt sich gerade auch in der freiwilligen Selbstregulierung der deutschen Werbewirtschaft und ihren großen Erfolgen seit Jahrzehnten.

Hier wie in den anderen selbstregulierenden Wirtschaftsbranchen ist die Staatsferne kein oberflächlicher Selbstzweck, sondern unverzichtbares Kernelement ihrer Effektivität. Systeme der freiwilligen Selbstkontrolle bieten gegenüber gesetzlichen Regelungsformen wesentliche Vorteile:

  • Ihre unbürokratischen Verfahrensstrukturen ahnden zeitnah und wirkungsvoll das Fehlverhalten von Wirtschaftseinheiten. So wird der Staat von Überwachungs- und Verwaltungskosten entlastet.
  • Entscheidungsgremien wenden die Verhaltensregeln schnell, flexibel und praxisgerecht an. Die Träger der Selbstkontrolle reagieren auf Entwicklungen in Markt und Gesellschaft passen ständig die Verhaltensregeln entsprechend an.
  • In Eigenverantwortung kann ein Unternehmen oder Wirtschaftszweig freiwillig auf Rechtspositionen verzichten, die der Staat nicht einschränken darf, wie das Grundrecht auf Meinungsfreiheit.
  • Eine effiziente und sachdienliche Vernetzung nationaler Strukturen der Selbstkontrolle ist ohne aufwändige zwischenstaatliche Abkommen möglich und wird seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt.

Stand: Februar 2015