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ZAW Arbeitsmarktanalyse Jahresbilanz 2018: Werbebranche setzt auf verschiedene Recruiting-Tools (ZAW-Pressemeldung Nr. 2/19)

BERLIN, 14. Februar 2019 - Die Stellenangebotsanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW weist gute Zahlen für die Werbebranche in 2018 aus. Die meisten Jobangebote stellen die Agenturen mit rund 62 Prozent, ein gutes Viertel der Offerten entfällt auf die werbenden Unternehmen, der Anteil der Medien liegt bei 12 Prozent.

Die leicht abgeänderte Erhebungssystematik schließt einen direkten Vergleich zu den Vorjahren aus, dennoch zeigen die ZAW-Daten deutliche Entwicklungen auf: Während im 1. Halbjahr 2018 knapp unter 3.000 Stellen ausgeschrieben waren (2.918), nahmen die Jobangebote in der 2. Hälfte mit mehr als 4.000 Fahrt auf (4.138). Neben den Agenturen, die 4.343 Stellen im Gesamtjahr ausschrieben, lagen die die werbenden Unternehmen mit 1.860 Jobangeboten an zweiter Position vor den Medien mit 853 Stellenofferten.

„Der Arbeitsmarkt der Werbebranche läuft bereits seit mehreren Jahren gut“, kommentiert Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW, die Ergebnisse der ZAW-Trendanalyse. „Damit dies so bleibt ist es wichtig, die Attraktivität unserer Branche in Zeiten von Fachkräftemangel immer wieder zu kommunizieren und hochzuhalten. Dazu werden alle verfügbaren Kanäle genutzt.“

Recruiting-Tools variieren

Die Recruiting-Tools der drei vom ZAW analysierten Bereiche unterscheiden sich bei der Mitarbeitersuche: Während bei den Agenturen die eigene Website und Social-Media-Kanäle eine große Rolle spielen, setzen werbende Unternehmen beim Recruiting vorwiegend auf Publishersites und Portale, die Medien auf einen Mix aus eigener Web- sowie Publishersites.

Ranking Werbeberufe

Die Top 5 Berufe sind laut ZAW-Stellenanalyse im Bereich Marketing und Werbung, Grafiker und Mediendesigner, Mediaexperten, Account Manager und Art-Direktoren zu finden. Stabil war die Nachfrage zu Anzeigenfachleuten, wohingegen Content-Experten etwas weniger und Werbeproduktionsfachleute oder Praktikanten 2018 deutlich weniger nachgefragt wurden. Digitale Skills werden bei Werbeberufen meist vorausgesetzt, oft aber auch konkret bei der Suche eingefordert mit der Ausschreibung, beispielsweise für den Art Director Digital.

Arbeitslosenquote sinkt das fünfte Jahr in Folge

Die Arbeitslosenzahlen im Bereich Werbung und Marketing sind das fünfte Jahr in Folge rückläufig. Die Bundesagentur für Arbeit weist 22.516 Arbeitslose für Dezember 2018. Verglichen mit 23.558 Personen im Vorjahresmonat ist dies ein deutliches Minus von 4,4 Prozent.

Zur ZAW-Trendanalyse

Die Trendanalyse des ZAW umfasst die Auswertung von Jobangeboten in ausgewählten Medien, auf ausgewählten Websites und Portalen sowie in sozialen Netzwerken.