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Samstag, 31. Juli 2010

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    Beruhigt sich der Auflagen-Rückgang?

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    Wissens-Update am 7. Oktober in Berlin

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    BERLIN (zaw) - Rund 19 Millionen Bundesbürgernutzen nicht das Internet. Diese "Offliner" stellen einen Anteil von 28 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren, die größte Gruppe sind ältere Frauen. Die jährliche Zunahme der Internet-Nutzung fiel mit 2,9 Prozentpunkten geringer aus als 2009 (+4 Punkte). Insgesamt sind jetzt 72 Prozent der deutschen Bevölkerung im Netz. Die Internet-Nutzung in der Gesellschaft nimmt mit dem Alter ab und steigt mit dem Bildungsgrad. ...mehr

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Zwei Rügen vom Deutschen Werberat:

Eine Frau ist kein 'geiler Bodenbelag'
Alkohol-Absturz in München

BERLIN (zaw) - Der Deutsche Werberat hat den Raumausstatter Dieter Holschbach GmbH (Morsbach) wegen Frauen erniedrigender Werbeform sowie den Disco-Betreiber Arte Gastronomie- und BetriebsAG (Nürnberg) wegen Verharmlosung von Alkoholmissbrauch öffentlich gerügt.

Auf Firmentransportern des Unternehmens Dieter Holschbach GmbH im Oberbergischen Morsbach steht der Text "Wir machen Geile Bodenbeläge". Darunter räkelt sich eine nackte Frau mit geöffneten Schenkeln.

Der Deutsche Werberat in Berlin ist mit protestierenden Bürgern der Stadt der Auffassung, dass diese Form der Firmenpropaganda Frauen diskriminiert und erniedrigt. Die Gleichstellung von "Geilen" Bodenbelägen mit der offensichtlich sexuell gemeinten Darstellung der Frau demütige in nicht hinnehmbarer Weise das weibliche Geschlecht.

Weil die Dieter Holschbach GmbH die Firmenpropaganda zunächst nicht korrigieren will, erteilte der Werberat eine Öffentliche Rüge, über die das zentrale Kontrollgremium der deutschen Werbewirtschaft die Massenmedien in der Region unterrichtet hat. Gleichzeitig informierte das Gremium die Handwerkskammer Köln über den Vorgang.

Der zweite Fall betrifft die Arte Gastronomie- und BetriebsAG (Sitz Nürnberg), die in München drei Disco-Clubs mit 11 Bars betreibt. Um auf dieses Angebot hinzuweisen, schaltet das Unternehmen Werbespots in Hörfunk und Internet mit dem Text "Am Freitag ist wieder Absturzgefahr…ein Getränk bestellen, zwei bekommen…".

Der Werberat beanstandete ebenso wie Beschwerdeführer aus München diese Aussage. Die inhaltliche Verknüpfung des vergünstigten Getränkepreises mit dem Begriff "Absturzgefahr" verharmlose missbräuchlichen Konsum von Alkohol. Dies verstoße gegen die Verhaltensregeln der Werbewirtschaft, die solche Werbeaussagen unterbinden.

Weil das Unternehmen die Kritik zunächst nicht akzeptiert, rügt das Gremium die Firma öffentlich und unterrichtet davon die Medien in München sowie am Firmensitz in Nürnberg.

Der Werberat ist eine Institution von 43 Verbänden der Werbewirtschaft. Er behandelt Beschwerden zur kommerziellen Markt-Kommunikation aus der Bevölkerung und setzt Standards zu besonders sensiblen Bereichen wie Werbung für alkoholhaltige Getränke, Werbung vor und mit Kindern oder Diskriminierung von Menschen. Seine Tätigkeit ergänzt mit selbstdisziplinärer Wirkung die rechtlichen Vorschriften wie das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, das Lebensmittelgesetz, das Heilmittelwerbegesetz oder Rechtsvorschriften im Bereich der Medien.

Motiv Dieter Holschbach GmbH
Hörspot Arte Gastronomie- und BetriebsAG


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