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40 JAHRE DEUTSCHER WERBERAT
Standpunkt zur Werbeselbstkontrolle

Rainer Brüderle [...] "Der Werberat ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Staat nicht in jedem Bereich gesetzlich aktiv werden muss, sondern es auch andere Wege gibt." [...]

Rainer Brüderle
MdB, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion


AKTUELL

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KONJUNKTUR UND ARBEITSMARKT: Werbemarkt schrumpft - zunächst

BERLIN (zaw) - Die Unternehmen in der Bundesrepublik investieren weniger in Werbung. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) geht für das erste Halbjahr von Stagnation der Werbetats aus und rechnet insgesamt für 2008 mit einem Rückgang der Werbeausgaben auf 30,63 Milliarden Euro (-0,5 Prozent). Damit stünde die Werbebranche mit einem Fuß in der roten Zone der Werberezession, sagte ein Sprecher der Organisation in Berlin. Insbesondere die Pressemedien würden die Werbedelle spüren, teilt die Dachorganisation von 41 Verbänden der werbenden Wirtschaft, Medien und Agenturen in Berlin mit.

Der schrumpfende Werbemarkt spiegle sich auch im Arbeitsmarkt für Werbeberufe wieder. Erstmals seit vier Jahren sei die Nachfrage nach Werbefachexperten wieder rückläufig. So registrierte der ZAW in seiner regelmäßigen Analyse der Arbeitsplatzangebote seiner Branche -1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 mit dessen Steigerung (+25 Prozent). Auffällig war vor allem der Abbau der Nachfrage nach Medienspezialisten bei den Werbeträgern mit -16 Prozent. Dies sei offensichtlich eine Reaktion auf die aktuell geringeren Werbeinnahmen der Medien. Gesunken sei auch das Interesse der werbenden Unternehmen an Werbefachleuten mit -3,7 Prozent, insbesondere in der Konsumgüterindustrie. Lediglich die Agenturen verstärkten ihre Suche nach Kommunikationsspezialisten um 4,7 Prozent. Sie suchten intensiver nach Marketingfachleuten für die Beratung ihrer Kunden.

Für das kommende Jahr 2009 geht der ZAW von erneut rückläufigen Werbeausgaben der Wirtschaft von 1 bis 2 Prozent und damit schwindenden Umsätzen der Medien im Werbegeschäft aus. Auch die Nachfrage nach Werbefachkräften werde weiter abflauen.

Trotz der gegenwärtig schlaffen Werbekonjunktur sei mittelfristig nicht mit einem strukturell bedingten Schrumpfprozess des Werbemarkts in Deutschland zu rechnen. Die Branche der Markt-Kommunikation mache einen nicht immer schmerzlosen technischen und kreativen Wandel durch. "Das ist eine Art organisches Reformprogramm als Anpassung an die sich verändernden Formen des Wirtschaften, der Mediennutzung und des Konsumierens", sagte ein ZAW-Sprecher. Werbung werde in Zukunft als Problemlöser komplexer Marktverhältnisse eine noch größere Rolle als bisher spielen und sich dabei zusätzlich weiterentwickelter technischer Kommunikationsmittel wie Internet und mobiler Geräte bedienen. Deshalb müsse die Werbewirtschaft noch energischer auch in die Ausbildung des Werbenachwuchses investieren, um den Anforderungen der werbenden Unternehmen an die Markt-Kommunikation auch in Zukunft entsprechen zu können.

Kommentar: Nach dem Tunnel
Stellenangebote Werbeberufe 1. Halbjahr 2008 (PDF)
Stellenanbieter nach Gruppen 1. Halbjahr 2008 (PDF)


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